Employer Branding für den Mittelstand: So wird dein Unternehmen zur ersten Wahl für Fachkräfte.

Oder: Wer sich nicht selbst branded, wird gebrandet.

Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen, vor denen der Mittelstand steht.

Während große Unternehmen oft mit riesigen Budgets und einer starken Markenpräsenz punkten können, stehen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) häufig im Schatten dieser Giganten.  

Gerade auch in Ballungsräumen. KMU sind jedoch oft auch ländlicher angesiedelt und haben dadurch deutliche Wettbewerbsnachteile. Auch wenn sie zu den Hidden Champions gehören.

 

Warum Employer Branding für KMUs entscheidend ist.

Eine starke Arbeitgebermarke sorgt dafür, dass sich ein Unternehmen positiv von der Konkurrenz abhebt – sowohl in den Augen potenzieller neuer Mitarbeitender als auch bei den bestehenden Mitarbeitenden.

Besonders im Mittelstand, wo persönliche Beziehungen und eine starke Unternehmenskultur oft zentrale Rollen spielen, ist Employer Branding nicht nur ein Trend, sondern eine strategische Notwendigkeit.

Hier geht es um Bekanntheit dafür, wofür man steht und was das Unternehmen im Kern ausmacht.

Nicht deine Corporate Identity, dein Logo oder anderes Design-Gedöns machen ein Employer Branding allein aus.

Es geht noch um viel mehr. Es geht darum, wie das Unternehmen tickt, welche Kultur gelebt wird und wie es nach innen und außen wirkt und erlebt wird.

Nicht die Größe oder Geld ist entscheidend, sondern gerade das, was das Unternehmen ausmacht, weil es so ist wie es ist. Und das zieht einen ganz bestimmten Schlag von Menschen an.

(An dieser Stelle darf ich verraten: Ich bin KMU-lerin durch und durch. Weil diese Unternehmen, vor allem, wenn sie familien- oder inhabergeführt sind, besonders und auf ihre Art herausfordernd und bereichernd zugleich sind. Gerade weil es einen bestimmten Schlag von Menschen dort braucht.)

Empoyer Branding sollte bewusst stattfinden.

Aber nur wenn das Unternehmen, sich selbst verstanden hat und eigene Stärken und Entwicklungsfelder kennt, kann ein Employer Branding auch bewusst etabliert und weiterentwickelt werden.

Leider ist es viel zu oft so, dass Unternehmen unbewusst gebrandet sind.

Sei es, weil sie sich ihres eigenen Brandes nicht bewusst sind und daher keine oder unstimmige Botschaften aussenden.

Oder weil Unternehmen sowieso schon von all denjenigen, die eine Erfahrung mit dem Unternehmen gemacht haben, einem Branding unterzogen wurden. Sei es von Bewerbenden, Mitarbeitern, Kunden oder Lieferanten.

Und alle kennen jemanden, der jemanden kennt.

Oder wer hat noch nie eine Geschichte von einem Unternehmen erzählt bekommen und sich direkt eine Meinung gebildet? Vor allem dann, wenn es keine anderen Eindrücke dazu gab?

Daher: Wer sich nicht selbst branded, wird gebrandet.

 

Die Folgen eines unbewussten oder unehrlichen Employer Brandings.

Ein unbewusstes oder unehrliches Employer Branding kann gravierende Auswirkungen auf ein Unternehmen haben – sowohl kurzfristig als auch langfristig.

Ohne eine klare und attraktive Arbeitgebermarke können sich KMUs im Wettbewerb um Fachkräfte schwer behaupten. Dies führt dazu, dass wichtige Stellen unbesetzt bleiben oder nur mit erheblichem Aufwand und hohen Kosten besetzt werden können.

Darüber hinaus wirkt sich ein unbewusstes oder unehrliches Employer Branding negativ auf die Bindung der bestehenden Mitarbeitenden aus. Es steigt das Risiko von Unzufriedenheit und Fluktuation. Mitarbeitende können sich weniger mit dem Unternehmen identifizieren und sind deutlich anfälliger für Angebote von Wettbewerbern.

Die wirtschaftlichen Folgen sind ebenfalls erheblich:

Häufige Neueinstellungen aufgrund von Fluktuation verursachen hohe Kosten, sowohl durch verlorenes Wissen als auch durch die Zeit und Ressourcen, die für die Einarbeitung neuer Mitarbeitender benötigt werden.

Zu wenige Einstellungen führen zu einer Beeinträchtigung des Umsatzes und in der Regel auch zu Unzufriedenheit der aktuellen Mitarbeitenden oder Kunden.

Also was tun?

 

In nur 3 Schritten können KMU erreichen, dass sie zur ersten Wahl für Fachkräfte werden.  

1.     Schritt: Den eigenen Brand bewusst kennen.
Das heißt, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen und wissen, was das Unternehmen ausmacht. Im Positiven wie im Negativen.
Bewusste Stärken nutzen und nach innen und außen darüber sprechen.
Für bewusste Schwächen Handlungsfelder sowie Lösungen ableiten. Insbesondere bezogen auf die Zielgruppen.

2.     Schritt: Den eigenen Brand bewusst weiterentwickeln.
Lösungen umsetzen und so Schwächen zu Stärken zu machen oder zumindest zu neutralisieren.
Neue bewusste Stärken nutzen und darüber sprechen.
Kontinuierliche Weiterentwicklung vorantreiben.

3.     Schritt: Den eigenen Brand nach innen und außen sichtbar machen und dabei ehrlich sein.
Kontinuierliche Umsetzung von internen und externen Sichtbarkeitsmaßnahmen. Analog und digital.
Nichts versprechen, was man nicht halten kann. Glaubwürdigkeit ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg.

 

Mit einer echten Analyse und der passenden Strategie können auch KMUs eine starke Arbeitgebermarke aufbauen, die Talente anzieht und langfristig bindet.

Employer Branding muss nicht teuer sein, um wirkungsvoll zu sein.

 

 Und jetzt Du!

Was macht dein KMU aus?

Seid ihr eher im Team bewusstes oder eher im Team unbewusstes Employer Branding?

Auch Probleme mit Fachkräftemangel und Fluktuation?

Wenn du Antworten oder Lösungen zu diesen Fragen brauchst, dann melde dich bei mir.

Schreib mir gerne oder buche dir direkt einen Kennenlerntermin mit mir.

Liebe Grüße,

Diana

Zurück
Zurück

Vereinbarkeitsorientierte Führung. Was Führungskräfte dazu wissen müssen.

Weiter
Weiter

Warum tun wir, was wir tun? Oder eben gerade nicht.